BRIDGES – ein umfassendes Musikprojekt von März bis August 2022 in Heidelberg

BRIDGES – ein umfassendes Musikprojekt von März bis August 2022 in Heidelberg

Der interkulturelle Verein IKUMU aus Heidelberg hat im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona“, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Unterstützung der deutschen Kinder-und Jugend-Stiftung einen Antrag für das Förderprogramm „AUF!leben“ gestellt.

Das Projekt „Bridges“ soll Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 5-28 Jahren mit verschiedenen musikalischen Angeboten erreichen, unterstützen und fördern.

Denn Musik baut Brücken: zwischen verschiedenen Kulturen, zwischen den Generationen, zwischen Einheimischen und Hinzugezogenen und zwischen Kindern, welche durch die Corona-Pandemie seit nun fast zwei Jahren mit Einschränkungen und Herausforderungen konfrontiert sind, welche eine Belastungsprobe für ihre psychische Gesundheit darstellen. Gemeinsames Singen und Musizieren in der Gruppe stärkt das Gemeinschaftsgefühl, das seelische Wohlbefinden, das soziale Miteinander und den Respekt untereinander. Ein Musikinstrument zu lernen unterstützt das Selbstwertgefühl und die Möglichkeit, die eigenen Gefühle auszudrücken. Bandarbeit bietet ein emotional entlastendes Ventil für die Herausforderungen des Alltags in Pandemiezeiten und mobilisiert die seelische Widerstandsfähigkeit (->Resilienz), um mit Schwierigem immer wieder einen guten, gesunden, eigenmächtigen Weg zu finden (-> Empowerment).

Welche Elemente beinhaltet Bridges?

  • Spielraum Musik
  • Einzelunterricht
  • Bandprojekt
  • Interkulturelle Konzerte

Zunächst möchte das niederschwellige Angebot „Spielraum Musik“, Kinder und Jugendliche vor Ort zu einer offenen, aber verlässlich wöchentlich stattfindenden Musikgruppe einladen. Es werden
ihre Lieder gesungen und gespielt (Lieder aus den Herkunftsländern, aber auch aktuelle Hits aus den Charts, etc.). Dieses Setting hat sich seit 6 Jahren in der Gemeinschaftsunterkunft in der Henkel-Teroson-Straße (HD-Pfaffengrund) bewährt, wurde professionell evaluiert – und von den dort lebenden Kindern sehr dankbar angenommen. Dort soll es nach pandemiebedingter Winterpause nun wieder weitergehen. Dieses bewährte Format soll nun, über die finanzielle Förderung des Bundesministeriums, in der Anschlussunterbringung im Kolbenzeil, im Stadtteil Rohrbach/ Hasenleiser etabliert werden.

Des Weiteren soll es an beiden Standorten kostenlosen Einzelunterricht mit verschiedenen Instrumenten geben. Außerdem Bandworkshops für Jugendliche und interkulturelle Konzerte – gemeinsam mit internationalen Profimusiker*innen.
Wir gehen davon aus, dass mindestens 50 Kinder und Jugendliche an diesem Angebot interessiert sind und teilnehmen werden.

Professionell qualifizierte, beruflich erfahrene und kultursensible Musikpädagogen*innen und Musiktherapeuten*innen sind schon angefragt, um das Team für den Projektzeitraum (März-August 2022) zu vervollständigen. Diese werden durch Fortbildungen speziell für dieses Projekt geschult und erhalten zur Qualitätssicherung regelmäßige Supervision.

Mit „Bridges“ wollen wir auch Brücken zu der Bevölkerung bauen und sind überzeugt, dass Musik genau dies leisten kann. „Musik ist die wahre allgemeine Menschensprache.“ (Karl Julius Weber)

Unser Team:
Stefanie Ferdinand, Erziehungswissenschaftlerin M.A. /Theaterpädagogin: Koordination/Organisation
Jutta Glaser (Musikerin, Chorleiterin, Gesangspädagogin): Organisation, Musikkonzerte, Anleitung, Gruppenleitung
Samuel Gracida (Musiktherapeut (MA) & Musiker): Gruppenleitung, Unterricht, Bandarbeit
Cordula Reiner-Wormit (Dipl.-Musiktherapeutin, Musikerin & Supervisorin): Fachberatung und Coaching, Fortbildung, Gruppenleitung
Sergio Rojas Sanz (Musiktherapeut (BA) & Musiker): Gruppenleitung, Unterricht, Bandarbeit

“Aufleben – Zukunft ist jetzt. ist ein Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Das Programm ist Teil des Aktionsprogramms Aufholen nach Corona der Bundesregierung.”